Lehrstuhl für Wissenschaftskommunikation mit dem Schwerpunkt Linguistik

© Nikola Huber

Die Untersuchung sprachlichen Handelns in der Praxis des Wissenschaftsjournalismus, der Wissenschafts-PR und anderer Felder der Wissenschaftskommunikation ist einer der Schwerpunkte dieses Lehrstuhls. So sind die sprachlichen Aushandlungsprozesse über Wissenschaft in der digital vermittelten Kommunikation ein wichtiges Forschungsthema für uns.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die qualitative Rezeptionsforschung: In unserem Eye-Tracking-Labor untersuchen wir in Kooperation mit der wissenschaftlichen Leitung des NaWik die Rezeption von neuen und digitalen Formaten der Wissenschaftskommunikation. 

Zudem bearbeiten wir die Frage, wie sogenannte „schwer erreichbare Zielgruppen“ in der Wissenschaftskommunikation doch erreicht werden können – wobei auch hier wieder die Sprache ein Exklusionsfaktor sein kann. 

Wir bearbeiten außerdem das noch untererforschte Forschungsfeld der Hochschulkommunikation, und wir kümmern uns um die Schnittstelle zwischen E-Learning und digitaler Wissenschaftskommunikation.

Der Lehrstuhl nutzt Methoden der qualitativen Sozialforschung, der angewandten Linguistik und der Kognitionswissenschaft. Die Forschungsprojekte loten einerseits die Grundlagen des kommunikativen Handelns in Bezug auf Wissenschaftskommunikation aus, suchen aber andererseits den engen Bezug zu den Berufs- und Praxisfeldern, insbesondere digitaler Wissenschaftsjournalismus, Hochschulkommunikation und partizipative Wissenschaftskommunikation.

Übersicht

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Aktuelle Meldungen

Im Folgenden finden Sie Neuigkeiten aus dem Lehrstuhl. Ältere Meldungen können im Archiv angesehen werden.

Screenshot der Vortragsaufzeichnung
Vortrag: „Science communication and the audiences not reached“
04.06.2021

Bei der Public Communication of Science and Technology Conference 2020+1 (PCST) sprach Christian Humm über nicht erreichte Gruppen in der Wissenschaftskommunikation. Eine Aufzeichnung seines Vortrags ist nun auf YouTube verfügbar (inklusive deutscher Untertitel).

Vortragsaufzeichnung auf YouTube
Roboter mit menschenähnlichem AussehenFoto: Alex Knight auf Unsplash
Publikation: „Wissenschaftskommunikation und TA“
14.05.2021

Im soeben erschienen Handbuch „Technikfolgenabschätzung: Handbuch für Wissenschaft und Praxis“ widmen sich Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser dem Zusammenhang zwischen Wissenschaftskommunikation und Technikfolgenabschätzung.

Zum Beitrag
Montage des Arbeitsberichts vor einem Bild des Festspielhauses BayreuthHintergrund: Josef Lehmkuhl (CC BY-SA 3.0)
Publikation: "Ringvorlesung: Eine klassische Präsentationsform der Wissenschaftskommunikation"
05.05.2021

Die Ringvorlesung ist eine der klassischen Formen der Wissenschaftskommunikation. Erforscht ist sie aber kaum. Ein neuer Arbeitsbericht unseres Projekts „Science In Presentations“ erlaubt nun einen Blick auf das Publikum und dessen Erwartungen an diese Präsentationsform.

Zum Arbeitsbericht
Logo des Persist_EU ProjektsPersist_EU
Vorstellung des Persist_EU Unterrichts-Tools
19.04.2021

Was wissen und denken Schüler*innen und Studierende eigentlich über Themen wie Klimawandel, Impfen, GMOs, Homöopathie? Am  29.04. stellen wir das kostenlose Tool von Persist_EU vor mit dem Unterrichtende dieser Frage nachgehen können.

Anmeldung & weitere Informationen

Team

Leitung

Sekretariat

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Hilfskräfte

  • Nico Batschauer
  • Felix Eichbaum
  • Melissa Bonanno
  • Sandra Haas
  • Thomas Heintz
  • Eva Carolin Pflästerer
  • Lisa Rodriguez Pfützner
  • Luisa Schnepf

Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

 

Projekte

Forschungsprojekte

  • Deepfakes (Bereichsprojekt zur Auslotung des Themas für zukünftige Forschung, ab 2021)
  • Und was machst du so? (Pilotprojekt zu Wissenschaftskommunikation über persönliche Netzwerke und im ländlichen Raum, 2020-2021, Förderer: BMBF, 2020-2021)
  • EPICUR-Konzeptstudie (Erarbeitung eines Konzepts für den Dialog mit Bürger*innen, 2020, Förderer: DAAD)
  • Science in Presentations (Mixed Methods-Studie zu wissenschaftlichen Präsentationen, 2015 – 2021, Förderer: Klaus-Tschira-Stiftung)

Praxisprojekte

Dissertationsprojekte

Erstbetreuung

  • Gordon Bolduan: Werkzeug, Verpackung oder Ressort? Wie Redakteure mithilfe von Algorithmen und Daten Journalismus produzieren.
  • Christian Humm: Wissenschaft für alle?! – Schwer erreichbare Zielgruppen in der Wissenschaftskommunikation.
  • Lisa Leander: "Wir reden über Wissenschaft" – Gespräche und Expertenrollen in Wissenschaftspodcasts.
  • Lena Puttfarcken: Ein Vergleich der Diskurse um das Coronavirus und das Klimapaket der Bundesregierung, und der Argumente, die Akteur:innen aus der Wissenschaft einbringen
  • Thorsten Schwetje: Ethische, rechtliche und soziale Implikationen von Forschung in der Hochschulkommunikation.
  • Rebecca Winkels: Werte, Prozesse und Methoden in Wissenschaftssendungen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks.
  • André Weiß: Wie wird man Wissenschaftsleugner:in? (Arbeitstitel)

Zweitbetreuung

  • Paulina Dobroć: Die Facetten der Openness-Vision und ihre gesellschaftlichen Folgen. Eine diskurslinguistische Analyse des Open-Source-Konzeptes (Erstbetreuung: PD Dr. Andreas Lösch, ITAS).
  • Annegret Scheibe: Strategien des Sichtbarmachens. Spurensuche und Evidenz in "Crime Series" (Erstbetreuung: Prof. Dr. Natascha Adamowsky, Universität Passau).

Abgeschlossene Doktorarbeiten

Habilitationsprojekte

  • Monika Hanauska: Sprechen über Wissen. Sprachliche Strategien der Aushandlung in der Wissenschaftskommunikation (Arbeitstitel).

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Abgeschlossene Praxisprojekte

Publikationen


Buchaufsätze

Wissenschaftskommunikation und TA: Herausforderungen, Wechselwirkungen, Abgrenzungen.
Leßmöllmann, A.; Hauser, C.
2021. Technikfolgenabschätzung – Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Ed.: S. Böschen, 430–442, Nomos Verlagsgesellschaft. doi:10.5771/9783748901990-430
Showcasing Science and Facilitating Interaction: science slams for museums.
Schrögel, P.
2020. Museums and the Challenge of Change: Old Institutions in a New World. Ed. Graham Black, 249 – 253, Routledge
Going virtual: – finding new ways to engage higher education students in a participatory project about science.
Vicente, H.; Delicado, A.; Rowland, J.; Estevens, J.; Weiß, A.; Falanga, R.; Leßmöllmann, A.; Truninger, M.
2020. Researching in the Age of COVID-19 Vol 1 – Volume I: Response and Reassessment. Ed.: H. Kara, 20–29, Policy Press. doi:10.2307/j.ctv18gfz2s.7
23. Science communication, advising, and advocacy in public debates.
Schrögel, P.; Humm, C.
2020. Science Communication. Ed.: A. Leßmöllmann, 485–514, De Gruyter Mouton. doi:10.1515/9783110255522-023
24. Forms of science presentations in public settings.
Niemann, P.; Bittner, L.; Hauser, C.; Schrögel, P.
2019. Science Communication. Ed. Annette Leßmöllmann , Marcelo Dascal and Thomas Gloning, 515–544, De Gruyter. doi:10.1515/9783110255522-024
Frühzeitige Bürgerbeteiligung mit Science Cafés und Comic Workshops.
Schrögel, P.; Weitze, M.-D.
2019. Kursbuch Bürgerbeteiligung. Hrsg.: J. Sommer, Deutsche Umweltstiftung
Comics als visueller Zugang zum transdisziplinären Diskurs über Technikzukünfte.
Schrögel, P.; Weitze, M.-D.
2018. Knowledge in Action : Neue Formen der Kommunikation in der Wissensgesellschaft. Hrsg.: E. Lettkemann, 21–48, Springer VS. doi:10.1007/978-3-658-18337-0_2

Bücher

Science-Slam : multidisziplinäre Perspektiven auf eine populäre Form der Wissenschaftskommunikation.
Niemann, P.; Bittner, L.; Hauser, C.; Schrögel, P. (Hrsg.).
2020. VS Verlag für Sozialwissenschaften

Zeitschriftenaufsätze

Science Slams as Edutainment: A Reception Study.
Niemann, P.; Bittner, L.; Schrögel, P.; Hauser, C.
2020. Media and Communication, 8 (1), 177–190. doi:10.17645/mac.v8i1.2459VolltextVolltext der Publikation als PDF-Dokument
The Many Faces of Participation in Science.
Schrögel, P.; Kolleck, A.
2019. Science & technology studies, 32 (2), 77–99. doi:10.23987/sts.59519
Talking about science and technology... with comics.
Bessert-Nettelbeck, M.; Schrögel, P.
2017. SciArt, (26)

Proceedingsbeiträge

The interpretation of complex spatial relations by integrating frames of reference.
Eschenbach, C.; Habel, C.; Leßmöllmann, A.
1997. Working Notes of the Workshop on „Language and Space“ (AAAI-97). Ed.: P. Olivier, 45–56, Springer

Forschungsberichte/Preprints

Ringvorlesung: Eine klassische Präsentationsform der Wissenschaftskommunikation.
Humm, C.; Niemann, P.; Schrögel, P.; Hauser, C.
2021. Karlsruher Institut für Technologie (KIT). doi:10.5445/IR/1000132256VolltextVolltext der Publikation als PDF-Dokument
Wen erreicht Wissenschaftskommunikation nicht?.
Schrögel, P.; Humm, C.; Adler, J.; Färber, M.
2020. Karlsruher Institut für Technologie (KIT). doi:10.5281/zenodo.3937516VolltextVolltext der Publikation als PDF-Dokument
Von Offener Wissenschaft zu Zugänglicher Wissenschaft ⁄ Diskussionspapier.
Schrögel, P.; Rühland, S.; Fischer, C.; Göbel, C.; Heimstädt, M.; Humm, C.; Rösener, R.; Rössig, W.; Röwert, R.; Siegers, M.; Thieleis, I.
2020. Wikimedia Deutschland. doi:10.5281/zenodo.3911600VolltextVolltext der Publikation als PDF-Dokument

Wissenschaftskommunikation im Internet

Für wen wird geforscht, an wessen Zukunft wird gedacht?.
Humm, C.; Schrögel, P.; Leßmöllmann, A.
2021
Wissenschaft für alle?! Zehn Erkenntnisse zur Ansprache neuer Zielgruppen.
Schrögel, P.; Humm, C.; Rauscher, S.
2019, April 17